Eins vorweg: Der Film ist keine Hollywood-Produktion und sicherlich nicht mit deren Maßstäben zu messen. Er spielt in der Volksrepublik China, ist komplett mit Laiendarstellern besetzt und keiner von ihnen hat das Drehbuch je zu Gesicht bekommen. Die Story: Der Lehrer Gao der Dorfschule wird für einen Monat von der unerfahrenen 13-jährigen Wei Minzhi vertreten, der er drei Regeln einschärft: Jeden Tag nur ein Stück Kreide verbrauchen, eine Lektion anschreiben und vor allem keinen einzigen Schüler zu verlieren.
Besonders auf dem Land müssen selbst kleine Kinder häufig schon arbeiten und verlassen deswegen die Schule. So auch der hyperaktive Klassenclown Zhang Huike. Um den Regeln folge zu leisten und ihn zurück zu bringen, rechnet Wie Minzhi mit ihren Schüler aus, wieviel Ziegel sie in der benachbarten Fabrik
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bearbeiten müssen um genug Geld für den Bus in die Stadt zu erarbeiten. Das stärkt zwar den Gemeinschaftssinn der Schüler, bringt aber nicht den gewünschten Erfolg. Wei Minzhi bricht zu Fuß auf. Mit unbeirrbarer Hartnäckigkeit versucht sie ihren Schüler zu finden..
Der Film zeichnet sich durch seine Authentizität aus, die auch bei den Dreharbeiten im Vordergrund stand. So versuchte Regisseur Zhang Yimuo die Kamera und Ausrüstung am Set so gut wie möglich zu verbergen und sprach mit den Darstellern nicht über ihre Rollen aus Angst, sie würden sich zu viele Gedanken über ihre Rollen machen oder gar versuchen Charaktere aus dem Fernsehen zu imitieren.
Wer also auch mal einen Film aus der "Kultur-Ecke" sehen möchte, dem sei dieser Film empfohlen. Jeder wird danach sein Dach über dem Kopf und sein Essen auf dem Tisch ganz neu zu schätzen lernen. (and)
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