War das Kondom nach Erfindung
der Pille vorerst überflüssig geworden, so erhält es
in der Generation von Aids und Geschlechtskrankheiten neue Bedeutung.
Wie verhütet die "Jugend von heute" eigentlich im Zeitalter von
Aids? Einer Studie eines großen Kondomherstellers nach, verhüten
48% der Befragten mit der Pille, gefolgt von 22% Kondombenutzern.
In der Altersgruppe von 16-24 verlassen sich sogar über 60% auf
die Pille. Ganz andere Zahlen berichtet uns der Berufsverband der
Frauenärzte, und die müssten es ja eigentlich wissen, meint
man: Demnach verhüten über 60% (und zwar überwiegend
auf Initiative der Frau hin) mit Kondomen, nur bei jedem dritten Paar
wird die Pille als alleiniges Verhütungsmittel angewandt. 14%
gehen auf Nummer sicher und benutzen Kondome und Pille, die
einzige Kombination, die sowohl vor Schwangerschaft, als auch vor
sexuell übertragbaren Krankheiten schützt. Angesichts der
Risiken erstaunlich wenig, oder?
Warum sind sich soviele Paare der Gefahr der sexuell übertragbaren
Krankheiten, darunter lebensgefährliche wie AIDS, nicht bewusst?
Treue?
Wohl kaum. Erschreckend sind die Zahlen, die uns eine Studie vorlegt:
Demnach waren 44% der Befragten ihrem Sexualpartner schon einmal untreu,
in der Altersgruppe von 16-20 27%, also fast jede/r Dritte. 18% hatten
innerhalb des letzten Jahres "unsafe sex" mit einem neuen Partner.
Ein unkalkulierbares Risiko, das den meisten jedoch durchaus bewusst
ist:
Die Angst vor Ansteckung mit AIDS haben 30% aller Befragten, nur 2%
fürchten andere Geschlechtskrankheiten. Weil AIDS tödlich
verläuft und alles andere "es wert ist"?!
Auf Platz 2 der grössten "Sex"-Ängste ist bei den Männern
die Furcht vor Impotenz und bei den Frauen die Angst, nicht mehr attraktiv
zu sein.
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Wie sieht es eigentlich mit dem berühmten ersten
Mal aus?
Für 22% der Mädchen und 33% der Jungs kommt der erste Sex
völlig überraschend (Können wir dem entnehmen, dass
das erste Mal häufiger von Mädchen geplant wird?). Frau
weiß längst, dass sie sich nicht darauf verlassen kann,
dass Mann ein Kondom dabei hat und selbst wenn er eins im Portemonnaie
hat, so dürfen wir an dieser Stelle vielleicht einmal nach dem
Alter des Kondoms fragen... Körperwärme und Dauer-Transport
sind nicht unbedingt die besten Bedingungen für ein gut verhütendes
Kondom. Auch hier vielleicht mal öfter ein neues einpacken -
mit dem alten kann ja geübt werden...
Die Durex-Studie besagt, dass das erste Mal durchschnittlich mit 16,9
Jahren passiert, der Berufsverband der Frauenärzte meint hingegen,
dass allein schon 10% der Mädchen und Jungen ihr erstes Mal mit
14 hinter sich haben und bis zu ihrem 16. Geburtstag 45% aller Mädchen
es schon getan haben. Auch uns erscheinen die 16,9 Jahre etwas zu
hoch gegriffen, allerdings wurden bei dieser internationalen Studie
"nur" 1000 Männer und Frauen befragt, bei der nationalen Studie
schon 2500.
Generation SeX wird also immer jünger, was auch die ein oder
andere Teenager-Schwangerschaft mit sich bringt. 50% meinen, dass
zuviel Sex in den Medien das Interesse der Jugend früher weckt.
Bei der Diskussion um das erste Mal geht oft die erste Liebe unter.
Und genau das wollten wir von Euch in unserem Gewinnspiel
wissen: War Eure erste Liebe auch Euer erstes Mal? Oder war das erste
Mal vielleicht nur ein Experiment? Wieviele können von sich behaupten,
den Traum vom ersten Mal mit der ersten Liebe (oder überhaupt
mit jemandem, den man liebt) gelebt zu haben? Die Auswertung gibt's
hier!
Und wer Kondome aus diversen Gründen nicht mag, immerhin trifft
das auf jeden Zehnten zu, der kann mal auf unsere Kondom-Seite
schauen, wenn da nichts dabei ist....
(and)
Quellen:
Durex Report 2001
Berufsverband der Frauenärzte
Alles über trendige Kondome
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